Historie

2020: Verschmelzung mit TC Westfalia

Hand drauf: Die TC Westfalia Vorstandsmitglieder Sigrid Vermillion (v.l.) und Jörg Mieske, Notar Jörn Faulhaber und der Vorsitzende des Skiclubs Hans Poplutz sind sich einig, dass der Turnclub Westfalia 1894 ab dem 1. Januar mit dem Skiclub Rheine verschmelzen soll. Damit wird der Skiclub neue Heimat für 144 Mitglieder des Turnclubs Westfalia Rheine 1894. 

Die größten Abteilungen bei Westfalia sind die Karateabteilung und die Damengymnastik. Hobbygruppen spielen Basketball und Fußball, die „Kleinen Drachen“ werden beim Kinderturnen an den Sport herangeführt. „Unsere Vorstandsmitglieder sind schon in einem betagten Alter und wollten irgendwann keine Vorstandsarbeit mehr leisten. Der Verein wäre langsam ausgeblutet. Deswegen habe ich mich auf die Suche nach einem aufnehmenden Verein gemacht“, berichtet Jörg Mieske, 2. Vorsitzender des TC Westfalia.
Im Sommer 2017 folgte die erste telefonische Kontaktaufnahme mit dem 2. Vorsitzenden des Skiclubs, Frank Brüggemann. Man beschnupperte sich und stellte schnell fest, dass die Verschmelzung eine Win-win-Situation für beide Vereine sein könne. „Der Skiclub will sich damit breiter aufstellen und seinen Status als zukunftsorientierter Stadtteilverein weiter ausbauen. Zudem können wir bald noch mehr Breitensport anbieten“, begründet der Vorsitzende des Skiclubs, Hans Poplutz, die Vereins-Ehe. Im April 2019 setzten die beiden Vorstände unter Mithilfe von Dietmar Fischer vom Landessportbund den Verschmelzungsvertrag auf.

Neuland auch für den Notar
Mit Jörn Faulhaber war Mittwochabend bei den Mitgliederversammlungen auch ein Notar anwesend, der die Sitzungen protokollierte. „Wir begleiten und protokollieren regelmäßig Gesellschafterversammlungen bei GmbHs, aber die Mitgliederversammlung eines Vereins zu protokollieren ist auch für mich Neuland“, schickte der Jurist in die Runde. Faulhaber erläuterte den Anwesenden, dass es einen Bestandsschutz für alte Rechte gebe, sprich: Ehrenvorsitzende bleiben auch nach der Verschmelzung Ehrenvorsitzende, auch an den Vereinsbeiträgen wird sich vorerst nichts ändern. Das gesamte Vermögen des TC Westfalia, sowohl Sportgeräte als auch die liquiden Mittel, geht auf den Skiclub über.
Sowohl die Mitgliederversammlung des TC Westfalia als auch die des Skiclubs gaben grünes Licht für die Verschmelzung. Sie fassten jeweils einstimmig den Beschluss zum Entwurf des Verschmelzungsvertrages und erteilten den Vorständen die Vollmacht, den Vertrag abzuschließen. Mit Beratern vom Landessportbund erarbeitete der Skiclub zudem eine neue Satzung, die alte war aus dem Jahr 1993. Datenschutz, Gleichberechtigung – alles Fehlanzeige in dem alten Werk.

Über neue Satzung abgestimmt
Über die neue Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung ebenfalls abgestimmt, dabei wurde die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit knapp verfehlt. Knackpunkt war, ob über die Höhe der Mitgliedsbeiträge weiterhin die Mitgliederversammlung oder der Gesamtvorstand entscheiden soll. In einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung, die im November stattfinden wird, soll über einzelne Paragrafen der neuen Satzung noch einmal beraten werden.
Die Verschmelzung tritt aber auf jeden Fall am 1. Januar 2020 in Kraft. Mitglieder des Skiclubs und des TC Westfalia unterhielten sich nach den beiden Versammlungen bereits angeregt im Vereinsheim an der Devesfeldstraße. Ein vielversprechender Start in die Vereins-Ehe im Nordwesten Rheines.
Da der TC Westfalia seine Homepage schon abgeschaltet hat, bittet der Vorstand, sich mit Fragen an die E-Mailadresse tcwrheine@web.de zu wenden.

Quelle: MV | Bild: Lübbers



im Bild: Sigrid Vermillion (v.l.) und Jörg Mieske, Notar Jörn Faulhaber und der Vorsitzende des Skiclubs Hans Poplutz


Am 21. November 2019 wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die neue Satzung des Skiclubs einstimmig, ohne Gegenstimme und ohne Enthaltungen, genehmigt.

Die Ordnungsmäßigkeit des Verfahrens wurde durch einen Notar geprüft und zum Eintrag in das Vereinsregister an das Amtsgericht Steinfurt weitergeleitet.